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Dick Francis: Winkelzüge (2001)
Info des Diogenes Verlags:
Kriminalgeschichten können sehr lehrreich sein. Man kann ihnen beispielsweise entnehmen, wie Wettkassen erfolgreich zu plündern sind. Im Jahre 1997, 22 Jahre nachdem Dick Francis die Geschichte Bombenalarm in Kingdom Hill geschrieben hatte, legte tatsächlich ein Ganove die Rennbahn von Aintree mit Hilfe einer Bombendrohung lahm, um auf dieselbe Weise wie sein literarisches Vorbild Tricksy Wilcox zu Geld zu kommen. Dick Francis rät denn auch mehrfach: »Tun Sie's nicht!« In den hier versammelten Geschichten tummelt sich ein buntes Völkchen: Da ist der arbeitslose Hochstapler, der seinen großen Coup landen will, um ein für allemal ausgesorgt zu haben; da der alkoholsüchtige Sportreporter, der um seinen Job bangt; da eine Witwe, die um der Liebe willen zu fast allem bereit ist - lauter Menschen in Extremsituationen, lauter Leute, die auf Teufel komm raus ihre Haut retten müssen. Die einen überschätzen ihre Fähigkeiten und fallen auf die Nase; die anderen hätten sich nie träumen lassen, daß ihnen das Glück je so zufliegen könnte. Mit Witz, Lust und manchmal auch mit unverhohlener Schadenfreude holt Dick Francis in diesen Geschichten das Menschlich-Allzumenschliche ans Licht und beweist damit, daß er auch ein Meister der kurzen Form ist.
Dick Francis: Winkelzüge. (Field of 13, 1998). Dreizehn Geschichten. Aus dem Englischen von Michaela Link. Zürich: Diogenes, 2001 (1. Aufl. - Zürich: Diogenes, 2000), Diogenes Taschenbuch Nr. 23279, 416 S., 9.90 Euro (D).
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