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(16.02.2008)
Wer hätte das gedacht, dass an dieser Stelle ein Jahr lang kein Mensch etwas beizutragen hat?
Wo sind die Imheusers, Kerkhoffs, Berthold's, Busse's, easy's, Ralf's abgeblieben? Nichts mehr zu sagen...?
Ich bin gerade (beruflich) in China und erlebe die neuen wirtschaftlichen Zeiten on area.
Liest noch Jemand aktuell erschienende Krimis (ich meine in in deutscher Übersetzung) oder sind die o. g.
Freaks zu den Originalen abgewandert?
Lee Child z. B. hat ja dem deutschen Verlagen in Übersetzungen doch Einiges voraus (oder umgekehrt).
Oder geht das alles nur an Kaliber38 vorbei?
Schade um die schönen Forum-Zeiten...
Ich denke, der Jan hat es so nicht verdient - für mich immer noch die beste Krimi-web-site im Deutschen at all.
Schöne Grüße an die Verbliebenden.
Siegi
Akif Pirinçci
Der eine ist stumm, der andere ein Blinder
Zwölf Kinder verschwinden im Umkreis von etwa hundert Kilometern auf mysteriöse Weise: entführt, verschleppt, ohne erkennbares Motiv. Zwischen den Kindern bestehen keine erkennbaren Gemeinsamkeiten, von denen man auf den Täter schließen könnte. Nichts scheint sie zu verbinden. Erst nach einem Jahr taucht die erste Kinderleiche auf, der Zeitpunkt des Mordes liegt nur wenige Tage zurück. Offensichtlich wurde das Kind seit seiner Entführung über Monate hinweg in einem Versteck gefangen gehalten. Die Hoffnung steigt, dass die anderen Kinder doch am Leben sind, noch jedenfalls. Ein nervenaufreibender Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Doch bald ist die Sonderkommission mit ihrem Latein am Ende, und Oberkommissar Richard Claudius, eine geheimnisumwitterte Legende in der Profiler-Szene, übernimmt die Ermittlungen. Hugo Hoffer, genannt Hugh, ein junger Hauptkommissar am Beginn einer glänzenden Karriere, wird ihm zur Seite gestellt. Und Richard Claudius folgt von Anfang an eine Eingebung: Sehen die entführten Kinder sich nicht alle irgendwie ähnlich?
Akif Pirinçci lässt den Leser mit den Ermittlern verzweifeln. Erste Fingerzeige erhält dieser, als Hugh eines Abends über einen Link in einem symbolreichen Computerspiel auf ein Weblog stößt: Dort taucht er ein in eine Welt exzessiver Sexualität, in einen archaischen Fortpflanzungsmythos. Als die nächsten Kinderleichen auftauchen, ist das Tor zur menschlichen Hölle aufgestoßen: Akif Pirinçci hat eine verstörende, moderne Variante des Rattenfängers von Hameln geschrieben.
"Dem Hard-boiled Roman geht es primär um einen Moment der Präsenz: die Worte werden knallhart gesetzt, Schlag auf Schlag, Eindruck für Eindruck bis die Texte uns, scheint´s, zu nahe kommen und aufhören, Zeichenkolonnen zu sein: sie werden Taten."